Gegenseitiges Interesse, mutige Entscheidungen und echte Commitments. Die Zukunft der europäisch-afrikanischen Beziehungen

15. Juli, 2020

Am 15. Juli fand unsere Videokonferenz zum Thema „Europa und Afrika als Weggefährten“ statt. Pünktlich zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft gewährte unser Gastredner Günter Nooke, persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin, tiefe Einblicke in die Beziehung zwischen Europa und dem afrikanischen Kontinent. Wir diskutierten über die Herausforderungen und Chancen einer zukunftsorientierten Partnerschaft. Moderiert wurde der Abend von Dr. Christiane Kraus, Afrikaexpertin im Bereich internationaler Entwicklungszusammenarbeit. Weiterlesen

Der Westen und China & Honkong – Spannungen und eine offene Zukunft

22. Juni, 2020

Im Mittelpunkt unserer Videokonferenz am 22. Juni zu China und den Westen stand das spannende Gespräch von zwei Experten auf diesem Gebiet: Wolfgang Niedermark, Vertreter der deutschen Wirtschaft und Vorsitzender der Außenhandelskammer in Hongkong, und Dr. Hubert Lienhard, lange Vorsitzender des Asien-Pazifik Ausschusses der deutschen Wirtschaft und CEO von Voith GmbH & Co. KGaA. Wie wichtig es sei, dass zunächst Europa gestärkt werden müsse, um unabhängiger auf die Herausforderungen aus den USA und aus China reagieren zu können, wurde sehr schnell deutlich. Europa müsse seine selbstständigere Rolle im Decoupling-Prozess zwischen den beiden Weltmächten finden und in dem Prozess käme Deutschland eine zentrale Rolle zu. In dieser schwierigen Zeit habe Deutschland die Verantwortung, die transatlantischen Beziehungen zu stärken anstatt sie zu schwächen. Das informationsreiche und lebhafte Gespräch endete mit einem engagierten Plädoyer für ein starkes Europa. Die Einführung und Moderation übernahm Frau Dr. Beate Lindemann.

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„Wir zoomen uns hin“ – Europa in der Krise: Wie ist der Zusammenhalt? Mit David McAllister

  1. Juni, 2020

Am Donnerstag, den 4. Juni kamen Global Bridges-Mitglieder zu einer Videokonferenz zum Thema „Europa in der Krise: Wie ist der Zusammenhalt?“ zusammen. Gastredner des Abends war der Europaabgeordnete und Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses David McAllister, der den Teilnehmern einen spannenden und aufschlussreichen Eindruck über aktuelle Herausforderungen der Europäischen Union gewährte und über den Zusammenhalt in Europa diskutierte. Moderiert wurde das Gespräch von unserem Mitglied und Young Leader Dr. Daniel Bloemers, der als Referent für internationale Beziehungen bei der Europäischen Kommission arbeitet.

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Briefing zur aktuellen Lage in Jordanien mit Botschafterin Birgitta Siefker-Eberle

28. Mai, 2020

Nachdem wir uns in die aufregende Region rundum Israel gezoomt haben, sind wir virtuell weiter ins Nachbarland gereist – über das Tote Meer in ein Land der Wüste: Jordanien.

Die deutsche Botschafterin in Amman, Birgitta Siefker-Eberle, hat in unserer Videokonferenz über die aktuelle Lage in Jordanien berichtet und wir konnten live miterleben, unter welchen strengen Auflagen das Land versucht, das Corona-Virus einzudämmen. Genau eine Stunde und fünfzehn Minuten lief unsere Videokonferenz. Anschließend mussten Frau Siefker-Eberle und ihr Fahrer rechtzeitig vor dem Erklingen der Sirenen zuhause sein, da ab 18 Uhr eine strikte Ausgangssperre herrscht. Weiterlesen

Israel, der Nahe Osten und die Corona-Krise

18./25. Mai, 2020

Die COVID-19 Pandemie stellt alle Gesellschaften vor Herausforderungen, verändert ihre Dynamiken und die Routinen ihrer Menschen. Der Nahe Osten und gerade Israel sind in besonderer Weise von dieser Entwicklung betroffen, wie uns sowohl Dr. Asher Susser am 18. Mai als auch Dr. Gershon Baskin am 25. Mai in den beiden Global Bridges Videokonferenzen zu Israel erklärten. Beide sind führende israelische Nahostexperten, die uns durch unsere vielen Study Trip bekannt sind: Susser als Senior Fellow am Moshe Dayan Center for Middle East Studies und Baskin als Gründer und Co-Vorsitzender des Israel/Palestine Center for Research and Information (IPCRI). Die Konferenzen wurde von Dr. Steven Althaus, ehem. Chief Marketing Officer, BMW AG & Credit Suisse Group, geleitet, der durch seine hervorragende Moderation und seine zielgerichteten Fragen eine angenehme und konstruktive Diskussionsatmosphäre geschaffen hat. Die Einführung in das Thema und die Vorstellung der Sprecher übernahm Beate Lindemann.

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Videokonferenz der Afrikareisenden

7. Mai, 2020

 „Please fasten your seatbelts and turn off your microphones. “

Nachdem die erste Videokonferenz der Afrikareisenden zu Äthiopien ein voller Erfolg war, wurde am 7. Mai zum zweiten Mal das Global Bridges Motto „Wir fahren hin“ in „Wir zoomen uns hin“ transformiert. Anstelle eines örtlichen Zusammentreffens hatten sich Teilnehmer der bisherigen Study Trips to Africa online erneut zur Diskussion freigeschaltet. Zielort: Accra, Ghana.

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Videokonferenz der Afrikareisenden

8. April, 2020

Am 8. April wurde das Global Bridges Motto „Wir fahren hin“ vorrübergehend in „Wir zoomen uns hin“ umgewandelt. In einer knapp 90-minütigen Online-Videokonferenz diskutierten 15 Teilnehmende der letzten beiden Afrikareisen über die aktuelle Lage in Äthiopien sowie Ansätze, das Land in dieser Situation vor Ort zu unterstützen.

Nach einem Monat des Social Distancing war die Freude auf die virtuelle Zusammenkunft bei allen Teilnehmenden groß. Dr. Claudia Winterstein eröffnete das Gespräch mit einem Überblick der derzeitigen Corona-Lage in Afrika: Den ersten positiv auf das Coronavirus getesteten Fall gab es am 14. Februar in Ägypten. Seitdem ist die Entwicklung rasant. Stand 08. April 2020 zählte die World Health Organization (WHO) 10.000 bestätigte Infektionen und 500 tödliche Verläufe der Krankheit COVID-19 auf dem afrikanischen Kontinent. Der Maßnahmenkatalog der einzelnen Länder reicht von Schul- und Restaurantschließungen, dem Streichen internationaler Flüge (Kenia) über das Verhängen einer nationalen Ausgangssperre (Ruanda) bis hin zur Freilassung von 4.000 Gefängnisinsassen und der Verschiebung der Parlamentswahl (Äthiopien).

Im Anschluss stellte unser Mitglied Dr. Philipp Schuller gemeinsam mit Gast Stephan Willms das durch ihre Initiative Africa Enablers gestartete Projekt „10.000 Ventilators for Ethiopia“ vor. Mit dem Projekt soll auf die chronische Unterfinanzierung und mangelhafte Ausstattung des äthiopischen Gesundheitssystems reagiert werden. Besonders der im Vergleich zu internationalen Großmächten nachrangige Zugang zu Beatmungsgeräten müsse durch eine lokale Produktion eines klinischen Beatmungsgeräts für Sauerstoffzufuhr begegnet werden.

Rund 80 Prozent der Bestandteile sollen lokal produziert werden, etwa 10-15 Prozent mit 3D Druckern hergestellt und nur ein kleiner Teil über internationale Lieferketten importiert werden. Dies sei möglich, da das Produkt dem medizinischen Bedarf und dem Ausbildungsstand des Personals angepasst sein soll. Derzeit stellt ein 10-köpfiges-Ingenieurteam die benutzerbezogenen Anforderungen fest und testet die Verfügbarkeit vergleichbarer Vorprodukte auf dem äthiopischen Markt.

Von offiziellen Stellen, wie Ministerien und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), erhielt das Projekt bereits viel Zustimmung und Unterstützung. So bildete die GIZ beispielsweise eine Spezialtruppe, um Entscheidungen innerhalb weniger Tage zu ermöglichen. Dennoch gilt es, die Finanzierung zu sichern (Gespräche laufen z.B. mit dem Bundesministerium für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)) und möglichst schon auf deutschem Boden die notwendige Zertifizierung des Produkts zu erlangen, um nicht durch langwierige, bürokratische Hürden ausgebremst zu werden.

Dass Eile geboten ist wird dadurch unterstrichen, dass Äthiopien am 8. April den nationalen Notstand ausgerufen hat. Damit können weitreichende Entscheidungen, beispielsweise zur stärkeren Einschränkung des öffentlichen Lebens, innerhalb von 48 Stunden getroffen werden. Die äthiopische Regierung erwartet durch die Pandemie einen starken Wirtschaftseinbruch, dem politische Unruhen folgen. Die Folgen der Pandemie werden von der Regierung als deutlich schwerwiegender als das Virus selbst eingeschätzt.

Ziel des Projekts ist es langfristig, über die Zeiten der Corona Pandemie hinweg, zu helfen und nachhaltig in Afrika zu investieren. Deshalb werden das Design des Beatmungsgeräts sowie der Produktionsprozess veröffentlicht – das Kopieren durch Dritte ist ausdrücklich gewünscht. Frühester Produktionsbeginn ist Ende Mai. Gleichzeitig wird ein Rollout in Mosambik, Kenia und Somalia geprüft. Interessensbekundungen liegen bereits vor.

Kleintraktoren für Kleinbauern

Global Bridges-Mitglieder Tobias Knoch und Elmar Stachels stellten mit ihrer Initiative „Kleintraktoren für afrikanische Kleinbauern“ eine weitere interessante Unternehmung vor. Der Besuch in Ghana im Herbst 2019 zeigte uns, dass der Enthusiasmus eines Farmers nur begrenzt zum Erfolg führt, wenn es an mechanischer Geräteausstattung mangelt. Ein äthiopischer Bauer bewirtschaftet im Schnitt zwischen 1-3 Hektar Land mit einfachsten Werkzeugen.

Lösungsmöglichkeiten gibt es zwei: Zum einen, hochwertige Traktoren nach dem Vorbild eines Sharing Services (wie z.B. via Hello Tractor) zur Verfügung zu stellen. Nachteil dabei ist, dass wenige Traktoren auf eine hohe Nachfrage treffen. Daher wird die zweite Lösungsvariante als zielführender angesehen: Geräte werden lokal produziert und gewartet und das Ganze so günstig, dass sie auch für einfache Kleinbauern erschwinglich sind.

Das Feedback der ersten Videokonferenz war sehr positiv, sodass die Teilnehmergruppe angeregt hat, weitere Calls im Zeitrhythmus von etwa einem Monat abzuhalten.

Gez. Celina Zenz-Spitzweg

XXXIX. Berlin Global Forum

Berlin, Deutschland

29. Januar, 2020

Der afrikanische Kontinent erlebt derzeit einen Startup-Boom. Insbesondere die Tech-Startup-Szene wächst und schafft mit digitalen Innovationen Lösungen für einige der größten Herausforderungen des Kontinents – von digitaler Gesundheitsversorgung über finanzielle Eingliederung bis hin zu erleichtertem Marktzugang. Unser XXXIX. Berlin Global Forum am 29. Januar 2020 bot Global Bridges Mitgliedern und Young Leader Alumni die großartige Gelegenheit, über Chancen und Herausforderungen dieser wachsenden Startup-Szene und über ihr Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung zu diskutieren. Weiterlesen

XXXVIII. Berlin Global Forum

Berlin, Deutschland

16. Januar, 2020

Der XV. Global Bridges Study Trip to China & Hong Kong liegt bereits drei Monate zurück, höchste Zeit für ein Update. Im privaten Kreis erhielten unsere Mitglieder am 16. Januar eine ungefilterte Einschätzung der aktuellen Situation in China und Hong Kong durch einschlägige Experten. Zum hochrangigen Diskussionspanel gehörte Wolfgang Niedermark, Delegierter der Deutschen Wirtschaft und Leiter der AHK Hong Kong, Johnny Erling, mehr als 40 Jahre in China davon 22 Jahre als China-Korrespondent, unter anderem für Die Welt, tätig, und Robert von Rimscha, Generalkonsul in Chengdu bis Oktober 2019 und zuständig für Südwest-China. Moderiert wurde die Veranstaltung von Global Bridges-Mitglied, Autor und Storyteller, Veit Etzold. Weiterlesen

X. New York Global Forum

New York, Vereinigte Staaten von Amerika

12. Dezember, 2019

Unter dem Titel „2019, ein turbulentes Jahr für die US-China Beziehungen. Was können wir von 2020 erwarten?“ fand das diesjährige Global Bridges Holiday Breakfast in New York statt. Herr Dr. Rong Yang, Vice President, Head of Hematology Marketing bei Bayer US LLC, erläuterte seine Sichtweise auf den aktuellen Stand der Beziehung zwischen den USA und China mit Schwerpunkt auf derzeitige Handelsfragen. Die USA leidet seit langem unter einem chronischen Handelsungleichgewicht. Mit der EU, den NAFTA-Ländern Kanada und Mexiko sowie China weisen die Vereinigten Staaten ein hohes Handelsdefizit auf. Präsident Trumps Schwerpunktsetzung auf die Lösung von Handelsfragen hat zur logischen Konsequenz, dass er sich derzeit auf diese drei Handelspartner fokussiert, allen voran China. Weiterlesen