Verstehen durch Erleben

Die Arbeit von Global Bridges steht auf drei Säulen: die Young Leaders Conferences, die Field Trips und die Global Forums.

Young Leaders Conferences

Global Bridges nutzt die Erfahrung von mehr als 40 Jahren der Young Leaders Conference. Sie werden unmittelbar an Orten von geostrategischer Bedeutung ausgerichtet. So wird der Führungsnachwuchs herausgefordert, über den eigenen Horizont hinaus und gemeinsam mit anderen zu denken, zu arbeiten und zu lernen.

Inhaltlich wird eine Auseinandersetzung mit Teilnehmern und Themen aus dem regionalen Umfeld gesucht. Die Young Leaders Conference im April 2014 in Erbil, im Spannungsgebiet Nord-Iraks, stellte die Rolle der Türkei im Zusammenhang mit Kurdistan in den Vordergrund.

Ähnlich war es im Juli 2015 in Chișinău, der Hauptstadt der Republik Moldau, einem Land, das enormen Spannungen ausgesetzt ist. Unter der Führung internationaler Experten wurden in Workshops potenzielle Ausgleichsszenarien zwischen dem Einfluss Russlands und der Beitrittsperspektive des Landes zur EU erarbeitet.

Konferenzorte wie Kiew, Istanbul, Belgrad sowie Priština im Kosovo zeigen die Aktualität und den Erfahrungswert des Programms. Seit 2010 bringt Global Bridges in Zusammenarbeit mit dem Chinese People‘s Institute of Foreign Affairs jährlich 40 talentierte Nachwuchskräfte zusammen – beispielsweise 2014 in Lijiang, in der Provinz Yunnan, und 2015 in Heidelberg und Mannheim. Schwerpunkte sind hier Unternehmertum, Innovationsstrategien und gemeinsame volkswirtschaftliche Perspektiven.

Aus diesem renommierten Programm für Nachwuchskräfte zwischen 25 und 35 Jahren entstand ein Alumni-Kreis bedeutender Bundesminister, Unternehmensvorstände, Offiziere sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Medien. Die Alumni des Young Leaders-Programms treffen sich alle zwei Jahre, so zum Beispiel im türkischen Belek und zuletzt im kroatischen Split. Bei diesen Alumni-Treffen ist neben den Workshops auch Raum für Begegnungen mit den Familien der Teilnehmer.

Field Trips

Field Trips führen die Global Bridges-Delegationen beispielsweise nach China, in die USA, nach Israel und Palästina, in den letzten Jahren auch in den Iran und die Türkei. Ob beim Tea Party-Konvent in North Dakota oder beim Empfang in Washington, ob beim Besuch von Friedensaktivisten in Ramallah oder Chefunterhändlern in Tel Aviv: Delegierte von Global Bridges erhalten stets mehrere Blickrichtungen zu aktuellen und kontroversen Themen. Der Field Trip nach China hat dabei eine besondere Bedeutung. Die Kontakte dorthin gehen bis in die 1980er Jahre zurück, als unser Gründungsvorsitzende und Ehrenmitglied Dr. h. c. Walther Leisler Kiep kurz nach der wirtschaftlichen Öffnung des Landes das erste große deutsch-chinesische Joint Venture maßgeblich unterstützte. Neben regelmäßigen Besuchen der National People’s Bank, der Parteihochschule, des chinesischen Außenministeriums, der China Investment Corperation und des Institute for Strategic Studies stehen auf dem Programm auch Explorationen in diejenigen westlichen Provinzen, die ihr wirtschaftliches Potenzial noch entfalten werden.

«Teilnehmer unserer Field Trips erhalten stets unmittelbare Einblicke zu aktuellen und kontroversen Themen.»

Global Forums

Aus dem Kreis seiner Mitglieder pflegt Global Bridges die Tradition des politischen Salons: Die Gäste schätzen die persönliche und vertrauliche Gesprächsatmosphäre auf regionalen Global Forums weltweit. Hochrangige Gastredner diskutieren mit unseren Mitgliedern aktuell und relevante Themen – von internationaler Politik über Welthandel bis hin zu Social Media. Dies ermöglicht wertvolle und anregende Debatten und einen durchaus auch kritischer Dialog.